Wachstumsfinanzierung

Wachstumsfinanzierung 2017-04-12T21:17:05+00:00

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Kapital – der unsichtbare Treiber

Von Udo Rettberg

Kapital ist das Blut in den Adern der Wirtschaft und damit ein Grundpfeiler demo- kratischer und marktwirtschaftlicher  Gesellschaftssysteme. Nicht immer werden die Möglichkeiten des Wachstumfaktors Kapital sinnvoll genutzt. Zu viel und zu billiges Kapital löst oft Exzesse und ökonomisches Unheil aus. Entscheidend ist zudem der richtige Mix aus Eigen- und Fremdkapital. Über Dekaden  hinweg war Fremdkapital in Form von Krediten, Darlehen und Anleihen wichtigster Träger des wirtschaftlichen Aufschwungs.


Deutsche Bank AG

Auf Spar-, Giro- und Festgeldkonten deutscher Banken liegen nach Angaben der Deutsche Asset & Wealth Management rund 2,02 Billionen Euro.                             Foto: Udo Rettberg

            

Eigenkapital in Form von Aktien wurde indes vernachlässigt, vor allem in Europa und Deutschland. Aktien werden allgemein als „Risikokapital“ eingestuft, doch gilt diese Wertung in der heutigen Zeit möglicherweise noch stärker für Staatsanleihenn.

Viele Unternehmen der Wirtschaft folgen dem von der öffentlichen Hand beschrittenen Weg in Richtung  Fremdkapital, wie auch der in Deutschland kreierte Markt für Mittelstandsanleihen zeigt, der inzwischen ins Strauchen geraten ist. Unternehmen nutzen bei der Kapitalbeschaffung auch Zwitterformen zwischen Fremd- und Eigenkapital – nämlich Instrumente wie Wandelanleihen, Optionsanleihen  oder auch Genussscheine. Die Fachleute von NN Investments Partners beschreiben Wandelanleihen in der aktuell unsicheren Zeit als interessante Finanzierungs- und Anlage-Alternative.

Die übermäßige Nutzung von Fremdkapital hat nicht nur Deutschland, sondern auch zahlreichen anderen Industrieländern einen lediglich „geborgten Wohlstand“ beschert. Denn jedermann weiß, dass aufgebaute Schulden irgendwann einmal zurückgezahlt werden sollten.  Regierungen haben sich in der Vergangenheit besinnungslos der Fremdkapitalmärkte bedient und riesige Mengen an Staatsanleihen emittiert und  so über Dekaden hinweg eine Art Schneeballsystem entwickelt. Das bedeutet:  Tilgung und Zinszahlung  existierender Staatsanleihen werden vor allem über die Ausgabe neuer Emissionen finanziert.

Doch nicht nur das: Zuletzt wurden Notenbanken (vor allem Fed und EZB) zu einem Teil dieses „Spiels“, weil sie a) den Zins mehr oder weniger „abgeschafft“ und b) „Kapital aus dem Nichts“ in Form so genannten „Fiat-Geldes“ (künstlichen Geldes also) kreiert und damit ausstehende Staatsanleihen zurückgekauft haben. Solides Finanzgebaren sieht anders aus. Die globale Verschuldung beträgt heute rund 230 Billionen US-Dollar. Ob diese Schulden samt Zinsen irgendwann wirklich zurückgezahlt werden können, steht auf einem anderen Blatt. Zweifel sind angesagt. Die Sucht nach Schulden ist eines der größten Probleme der Weltwirtschaft; denn irgendwann wird das Vertrauen der Menschen in die Fähigkeiten der Politik zur Lösung der Schuldenkrise verloren gehen.

Keine Frage – die Beschaffung von Kapital ist in den vergangenen Jahren nach der Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 wesentlich schwieriger geworden. Dies auch, weil sich die Regierungen bemüht sahen, die über Jahre hinweg ungehemmt durch die Welt irrenden und wabernden Finanzmärkte stärker an die Kandare zu nehmen. Mit der so genannten Regelung MiFID II, die die Transparenz und Kontrolle der Finanzmärkte erhöhen soll, wurde die Zahl der von Handelsvorschriften erfassten Märkte und Finanzinstrumente erhöht und so sichergestellt, dass der Handel auf regulierten Plattformen stattfindet. Ausgebremst werden soll dadurch auch  der Hochfrequenzhandel.  Der neu gestaltete Rechtsrahmen verbessert die Wettbewerbsbedingungen für den Handel mit Finanzinstrumenten und deren Clearing (also die Abrechnung und Abwicklung) und damit auch den Anlegerschutz. Die negative Folge: Wegen des Sammelns von riesigen Datenmengen hat all das den freien Zugang zu Kapital erschwert und damit auch verteuert.

Seit einiger Zeit ist mit Blick auf den für die Wirtschaft unverzichtbaren Wachstumsfaktor Kapital ein Paradigmenwechsel zu beobachten. Das gilt bei der Bereitstellung von Kapital sowohl mit Blick auf die  Kapitalgeber als auch der gewählten Finanzierungs-Instrumente und nicht zuletzt auch für die Beschaffungs- und Handel-Plattformen. In den vergangenen Dekaden stellten institutionelle und private Anleger entweder direkt oder über Banken sowohl Staaten als auch privaten Emittenten das notwendige Kapital zur Verfügung. Nachdem Notenbanken ihre Nullzins-Politik  durchgesetzt haben, schlief das Interesse der privaten Anlegergruppen an Anleihen ein; denn schließlich müssen institutionelle Investoren wie Versicherungen und Altersvorsorge-Einrichtungen wegen ihrer Rückzahlungsverpflichtungen eine bestimmte Rendite erzielen. Als „lender of last resort“ kamen in der Folge die Notenbanken ins Spiel, die durch den Rückkauf von Anleihen über die Jahre hinweg „künstliches Geld“ – über ein Schneeballsystem, in dem Zinsen und Tilgungen durch die Emission neuer Anleihen finanziert werden – kreiert haben.

Einen Wandel gibt es derzeit auch in der Vermittler-Rolle an Kapitalmärkten. Nach wie vor gilt jedoch das bekannte Bonmot: „Geld ist nicht alles – aber ohne Geld ist alles nichts.“ Heute fokussiert sich das Geschäft mit Kapital und Geld längst nicht mehr allein auf Banken und Börsen, sondern vielmehr auf neue Vermittler und Plattformen wie z.B auf die Methode des Crowdfunding und die zahlreichen Elemente der Wachstumsfinanzierung.  Auffallend ist auch die enorme Innovationskraft;  denn sowohl mit Blick auf die Vielfalt der Finanzierungsinstrumente als auch der Beschaffungs-Plattformen gibt es auf dem Weg in das Ökonomie-Zeitalter der Digitalsiierung 4.0 über viel Kreatives zu berichten. Kapitalsuchende stellen sich die Frage, welchen Wert Kapital bzw Geld in einer enorm verschuldeten Welt heute haben. Denn der Preis für Kapital und Geld – also der Zins – ist nicht nur in Richtung Null-Linie gesunken, sondern hat in einigen Ländern sogar negatives Territorium erreicht. Das heißt konkret: Das Bankenwesen ist nicht länger an Spareinlagen interessiert, will Bürger vielmehr dazu drängen, Geld für den Konsum auszugeben. Banken bieten  Anlegern und Sparern daher kaum noch Habenzinsen.

Dieses dem Tode geweihte System bringt nicht nur die Schuldner in die Bredouille  Prosperität war also gestern – jetzt droht die Flaute. Im deutschen Mittelstand greift der Pessimismus  angesichts der Finanzmarkt-Turbulenzen und der offenen Europa-Fragen – u.a. im Zusammenhang mit der Brexit-Diskussion – verstärkt um sich, warnt jetzt  die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Wirtschaft ist also gezwungen, sich nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten umzuschauen und moderne innovative Finanzierungsformen zu erschließen.

Nachdem Banken sehr viele Probleme nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit den Regulatoren (z.B. den Mifid-Vorschriften und den Eigenkapital-Bestimmungen von Basel II und Basel III) haben, tun sich im Umfeld der Banken im Digitalisierungs-Zeitalter neue Nischen auf. Hier bewegen sich in der Cloud in der Fintech-Branche findige Geister und ermöglichen die Beschaffung frischen Kapitals durch Private Equity, Venture Capital, Mezzanine- und  Crowd Financing.

Diese „Finanzierung 4.0“ erfordert wiederum von allen Beteiligen – Banken, Börsen,  Finanzierungsfirmen und Unternehmen der Wirtschaft – neue strategische Denkansätze. Heute sind bei der Kapitalbeschaffung nicht nur der globale Ansatz, sondern auch eine hohe Finanzierungs-Vielfalt sowie gekonntes Risikomanagement gefragt. Die Politik hat inzwischen wohl erkannt, dass der in der Vergangenheit verfolgte Weg in die Irre geführt hat. Unter Einschaltung der Börse will z.B. das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin die Wachstumsfinanzierung nachhaltig vorantreiben.

Es hat lange gedauert. Jetzt scheint die  Berliner Regierung typisch deutsche Schwächen in der Wachstumsfinanzierung – nämlich die fehlende Risikobereitschaft der Anleger – erkannt zu haben. Im Rahmen einer Tagung der Initiative „Mehr Börsengänge von jungen Wachstumsunternehmen in Deutschland“ wurde von den Teilnehmern – Susanne Klatten (UnternehmerTUM GmbH),  Sigmar Gabriel (Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Andreas Preuß (Deutsche Börse AG) und Jürgen Fitschen (Deutsche Bank AG) – nach Lösungen gesucht.

Die Schwächen
Deutschlands

„Deutschland wird dem Anspruch einer modernen innovativen Industrienation nicht gerecht“, übte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dabei eine Art Selbstkritik. Die Arbeitsgruppen dieser Initiative empfehlen, dass sich der Börsenstandort Deutschland  zum Ziel setzen solle, pro Jahr durchschnittlich 15 bis 20 Börsengänge von Wachstumsfirmen zu realisieren. Das BMWi sucht in diesem Kontext  Rat bei allen Beteiligten – nämlich bei nach Kapital lechzenden Wachsumsunternehmen, bei den Banken und letztlich auch bei der Börse.

Andreas Preuss, Vorstandsmitglied  der sich derzeit im Fusionsprozess mit der London Stock Exchange (LSE) befindlichen Deutsche Börse AG, nennt die Dinge beim Namen: „Das unzureichende Angebot an Wagniskapital ist die signifikanteste Schwäche des deutschen Innovations- und Wachstumssystems“, erklärte er. In Berlin waren sich alle Beteiligten einig:  „Der Börse kommt bei der Finanzierung junger Start-ups eine ganz entscheidende Rolle zu.“ Der Blick war dabei nicht zuletzt in die USA gerichtet, wo sich in den vergangenen Dekaden praktisch alle erfolgreichen Tech-Unternehmen aus Silicon Valley über US-Börsen wie NYSE oder Nasdaq das notwendige Wachstumskapital beschafft haben.

Nasdaq

Börsen – wie hier die US-Wachstumsbörse Nasdaq – sollten Kapitalquelle sein.Doch inzwischen verstehen sich Wertpapierbörsen viel zu häufig als „Selbstzweck“. Foto: Udo Rettberg

Dass die Bundesregierung in den vergangenen Jahren nach dem Zusammenbruch des so genannten „Neuen Marktes“ in Deutschland in dieser Hinsicht geschlafen und sie der Wirtschaft mit ihrer eigenen Schuldenpolitik den Weg in die falsche Richtung gewiesen hat, erwähnte Sigmar Gabriel nicht. Ein konkreter Ausweg ist u.a. in einer neuen „Taskforce IPO“ zu sehen, die Teil der erwähnten Initiative ist. Deren Aufgabe soll es sein, ausgewählte potentiell börsenreife Wachstumsunternehmen in Deutschland zu identifizieren und proaktiv zu kontaktieren. Die Taskforce soll einen jährlichen Austausch mit ausgewählten Börsenkandidaten organisieren. Denn gerade in der Wachstumsphase  junger innovativer Unternehmens – als „Later Stage“ bezeichnet  – herrscht nicht selten eine große Kluft zwischen Angebot und Nachfrage an Beteiligungskapital.

Als ein vielversprechender Börsenkandidat gilt die FCR Immobilien, deren Geschäftsmodell einer einfachen Logik folgt: „Wir kaufen Immobilienobjekte in einer Größe von 1 bis 10 Mio. €  in kleinen bis mittelgroßen Städten aufgrund unseres exzellten Netzwerkes mit besten Kontakten zu Banken, Immobilienmaklern und Fondsgesellschaften außergewöhnlich günstig ein und erzielen dadurch außergewöhnlich hohe Renditen“, lässt das Unternehmen die Öffentlichkeit wissen. Zuletzt hat FCR Einkaufszentren in Rangsdorf und Hoyerswerda erworben.

In einer zwischen „alten Industrien“ und „Digitalisierung 4.0“ schwebenden Weltwirtschaft geht es um die Finanzierung von Ideen. Denn das was die Welt im Anschluss an eine in den etablierten „alten Branchen“ möglich erscheinende neue  Wirtschaftskrise benötigt, sind neue auf moderner Digitalisierungs-Technologie und innovativen Ideen basierende Wachstumsimpulse. Hier kommte die Private Equity-Branche ins Spiel, die das notwendige Kapital zur Verfügung  stellen sollte. Doch auch den Akteuren im Private Equity und Venture-Capital-Markt müssen erkennen, dass sich die Zeiten geändert haben.  Selbst große Adressen der Finanzszene wie Carlyle stoßen bei Banken auf Widerstand.

Dies auch, weil es für Banken längst nicht mehr so leicht ist, Verbindlichkeiten im Rahmen der früher so beliebten „Securitisation“ zu verpacken und in der Folge an Investoren weiterzuverkaufen.  Und so sind Banken ´kaum mehr bereit, Private-Equity-Transaktionen in Größenordnungen von über 1 Mrd. $ zu finanzieren. Dies auch, weil hier vor allem  die allgemein strengeren Eigenkapitalvorschriften für Banken hemmend wirken.

Factoring ist eine weitere Möglichkeit der Wachstumsfinanzierung gerade für den Mittelstand, dem Träger der deutschen Volkswirtschaft. Factoring bietet Unternehmen in allen Fragen der Finanzierung eine hohe Flexibilität. Dabei geht es im Kern um die gewerbliche, revolvierende Übertragung von Forderungen eines Unternehmens gegen einen oder mehrere Forderungsschuldner vor Fälligkeit an ein Kreditinstitut oder eben an das Factoringunternehmen selbst. Auf diesem Gebiet hat sich die A.B.S. Global Factoring während ihres inzwischen immerhin 20jährigen Bestehens einen guten Namen gemacht. Der Vorteil des Unternehmens: Als privater und inhabergeführter Finanzdienstleister ist es in der Lage, jede Finanzierungssituation potentieller Kunden individuell zu prüfen.

Die innovative Idee von prall mit

Geld gefüllten Helikoptern

Als eine ganz besondere und innovative (allerdings nicht unumstrittene) Art der Wachstumsfinanzierung gilt die Idee, wonach Notenbanken allen Bürgern über einen bestimmten Zeitraum hinweg eine bestimmte Summe pro Monat zur Verfügung stellen sollten. In einem offenen Brief an EZB-Chef Mario Draghi hat der Autor im Mai des Jahres 2015 gefordert, die EZB solle jedem Bürger Europas für einen Zeitraum von zwei Jahren einen Betrag von jeweils 5000 € pro Monat überweisen. Die Idee wurde um den Vorschlag österreichischer Wissenschaftler ergänzt, die seit Jahren bestimmte Fälligkeitsdaten für Geld fordern.

Gerade in der aktuellen Flüchtlingskrise bieten  sich hier mit der gebotenen Flexibilität Lösungsansätze für bestehende und sich wahrscheinlich noch zuspitzende Probleme. Dieses so genannte Helikopter-Geld  ist aus einer Idee bzw. Drohung des Ex-Fed-Chef Ben Bernanke entnommen. „Helicopter Ben“ hatte angedroht, im Bedarfsfall – also in Notlagen – mit dem „Helikopter über den Finanzmärkten“ abwerfen zu wollen. In der Zeit der Moderne könnte man das Ganze dann letztlich auch als „Drohnen-Geld“ bezeichnen.

Ben Bernanke lässt grüßen:
Die  Idee des Helikoptergeldes 

Als eine ganz besondere und innovative (allerdings nicht unumstrittene) Art der Wachstumsfinanzierung gilt die Idee, wonach Notenbanken allen Bürgern – also den Verbrauchern und eben nicht der Wirtschaft – über einen bestimmten Zeitraum hinweg eine bestimmte Summe an Geld pro Monat zur Verfügung stellen sollten. In einem offenen Brief an EZB-Chef Mario Draghi hatte ich bereits im Mai des Jahres 2015 gefordert, die EZB solle jedem Bürger der EU für einen Zeitraum von zwei Jahren einen Betrag von jeweils 5000 € pro Monat überweisen, um Wachstum zu schaffen, die Deflationsgefahr zu bekämpfen und so indirekt auch die Schuldenberge zu „entwerten“.  Die Idee wurde um den durchaus nicht uninteressant erscheinenden Vorschlag österreichischer Wissenschaftler ergänzt, die seit Jahren bestimmte Fälligkeitsdaten für Geld fordern. Mit anderen Worten: Dieses Geld müsste dann also innerhalb  von zwei Jahren nach Konten-Eingang ausgegeben werden, also den derzeit schwachen Konsum ankurbeln. Danach wird das Geld wertlos.

Gerade in der aktuellen Flüchtlingskrise bieten  sich hier mit der in einer solchen Situation gebotenen Flexibilität und Weitsicht interessante Lösungsansätze für die bestehenden und sich wahrscheinlich noch zuspitzenden Probleme. Dieses so genannte Helikopter-Geld  ist aus einer Idee bzw. Drohung des Ex-Fed-Chefs Ben Bernanke ent- standen. Denn „Helicopter Ben“ hatte den Akteuren an den internationalen Märkten vor einigen Jahren „angedroht“, im Bedarfsfall – also in Notlagen – riesige Mengen an US-Dollar mit dem „Helikopter über den Finanzmärkten“ abwerfen zu wollen. In der Zeit der Moderne könnte man das Ganze dann letztlich auch als „Drohnen-Geld“ bezeichnen, weil man Drohnen für deren Umsetzung möglicherweise noch gezielter einsetzen könnte.

Im Zeitalter des „Bargeld-Todes“ würde Mario Draghi aber in der Tat dann weder Helicopter, noch Drohnen benötigen. Was zur Umsetzung der Idee zur Schaffung von „Verbrauchergeld“ notwendig ist, sind schlichtweg lediglich Bankkonten zur Überweisung der entsprechenden „Geldbeträge“. Festzustellen ist allerdings auch, dass zahlreiche Ökonomen diese zuletzt auch von einem eidgenössischen Wirtschafts-Dachverband für die Schweiz propagierte Idee (wohl zurecht) als sehr gefährlich bezeichnen. In der Schweiz werden die pro Bürger von den Initiatoren geforderten Beträge allerdings wesentlich niedriger – nämlich pro Bürger 1200 sfr im Jahr, also 100 sfr pro Monat – angesetzt. Die Idee des Autors dieses Beitrags reicht wesentlich weiter, ist allerdings auf einen bestimmten Zeitraum von zwei Jahren beschränkt.


Dieser Beitrag von Udo Rettberg und AlphaBulls.com wurde in einer stark gekürzter Form im Monat  März 2016 in der aktuellen Ausgabe des dem „Handelsblatt“ beigelegten Zukunftsmagazins „Trendreport“  veröffentlicht.