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Allgemein 2017-04-12T21:17:04+00:00

EventReports

Innovative Finanzierung

Die Angebotspalette wird bunter

Von Udo Rettberg

 

Die Welt steht vor riesigen Herausforderungen – und zwar sowohl ökonomisch und  ökologisch als nicht zuletzt auch gesellschaftlich. Auf dem Planeten Erde rasseln die Großkopferten drohend mit ihren Säbeln und öffnen ihre Waffenarsenale. Die Erde bebt also. Dies belegen nicht nur zahlreiche Erdbeben rund um den Globus, sondern auch die sich weiter zuspitzenden heftigen rhetorischen Auseinandersetzungen in  multinational ausgerichteten Organisationen. Dies ist auch  die Zeit der Egoisten – wie z.B. der weit auseinanderklaffende Wohlstand in der Welt zeigt. Auch der Wahlkampf in den USA ist ein klares Signal dafür, dass Verständnis und Vernunft Relikte der Vergangenheit sind. Europa driftet ebenfalls politisch und wirtschaftlich auseinander wie die Grexit- und Brexit-Diskussionen zeigen. Die einst als Errungenschaft der Moderne gefeierte Globalisierung steht am Scheideweg.

Die Folge: Das Wachstum der Weltwirtschaft stößt an Grenzen. Die OECD hat jüngst erstaunlich offen die konjunkturellen in der Welt Gefahren aufgezeigt: „Die Weltwirtschaft ist in einer Falle niedrigen Wachstums gefangen“, so die alarmierende Aussage. Den politische Verantwortlichen mangelt es in der Fiskal- und Geldpolitik an Phantasie und an überzeugenden  wachstumsfördernden Lösungen. Weder die unsinnige ultra-generöse Geldpolitik der Notenbanken, noch der Preissturz an den Energiemärkten – wo Rohöl von 150 Dollar je Barrel auf zeitweise nur noch 27 $ eingebrochen ist – liefern neue Impulse. In vielen Ländern sind die Zinsen in negatives Territorium gerutscht. Die Lage hat sich also völlig verändert.

Da der Fiskal- und Geldpolitik enge Grenzen gesetzt sind, liegt die Verantwortung für weiteres Wachstum wesentlich stärker als in den vergangenen Dekaden bei den Unternehmen und Unternehmern der freien Wirtschaft selbst. Als Treiber erweisen sich dabei die zahlreichen Initiativen der Wirtschaft unter dem Stichwort Industrie 4.0, die mit Hilfe der Digitalisierung gerade in der Gründerzene in den USA und in Deutschland für Aufsehen und Phantasie sorgen. Das völlig neue Zinsumfeld auf der einen und hemmende regulative Bestimmungen (Eigenkapitalvorschriften von Basel II) erschweren traditionelle Finanzierungswege über Banken wie die Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital.

Die Digitalisierung ist längst in der Wirtschaft angekommen. Erkennbar ist das auch am neuen Rollenverständnis der CFO – also der Finanzchefs – von Unternehmen. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Deloitte. Denn nicht nur das eigene Unternehmen des CFO ist von der Digitalisierung betroffen. Der CFO sieht sich vielmehr auch immer häufiger als proaktiver Gestalter von Digitalisierungsstrategien. Kreativität und Flexibilität sind also gefragt – auch bei der Finanzierung.

Gerade junge Tech-Unternehmen benötigen während der „digitalen Revolution“ auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Startup-Finanzierungen. Zahlreiche  Kapitalgeber wie Acton und Finlab haben sich gerade auf diese jungen und innovativen Märkte  spezialisiert. Finlab-Vorstandschef Kai Panitzki erörterte im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Warren-Buffet-Flughafen in Egelsbach bei Fankfurt die  Aktivitäten seines Unternehmens. „Fintech-Startups werden die Finanzwirtschaft revolutionieren“, hieß es im Rahmen dieser Veranstaltung von mehreren Seiten.

Zum Portfolio von Finlab gehören Gesellschaften wie Heliad, die FintechGroup und auch das Crowdfinancing-Unternehmen Kapilendo, das auf dem Wege des Crowdlending zum Beispiel kapitalsuchenden Künstlern oder Erfindern sowie anderen sozial ausgerichteten Unternehmern mit Kapital auf die Beine hilft. Kapilendo sorgte jüngst mit einer Mini-Finanzierung für den Berliner Fußballclub Hertha BSC für positive Schlagzeilen. „Über kapilendo werden kleinere Summen zahlreicher einzelner Anleger – der „Crowd“ also – eingesammelt, um Projekte kleiner und mittelständischer Unternehmen zu finanzieren. Bereits ab 100 Euro können Anleger in Kreditprojekte auf der kapilendo-Plattform investieren und selbst entscheiden, wem und wofür das Geld zur Verfügung gestellt wird. „Der Privatanleger erhält eine ganz neue Möglichkeit der Geldanlage“, sagt Kapilendo-Chef Christopher Grätz.

Die junge Fintech-Branche profitiert nicht zuletzt auch von den Schwächen der alten Finanzierungs-Strukturen am deutschen Markt. So ist der einst mit großen Erwartungen gestartete Markt für Mittelstandsanleihen ins Straucheln geraten. Selbst gute Unternehmen mit vernünftiger Bonität haben derzeit kaum Chancen, sich hier Fremdkapital zu beschaffen. Jetzt versucht, die von One Square neu gegründete Deutsche Private Placement Plattform (DPPP) in diese Lücke vorzustoßen, um dem hiesigen Mittelstand auf professionelle Art und Weise mit Kapital versorgen zu können.

Kapitalbeschaffung durch Private Equity und Mezzanine Capital ist ein weiterer Weg, der seit Jahren über die Emission von Finanzierungs-Instrumenten wie Aktien, Anleihen, Genussrechte sowie Wandel- oder Optionsanleihen beschritten wird. Traditionelle Eigenkapital-Beschaffung von Unternehmen über den Gang an die Börse (Initial Public Offering) haben indes an Bedeutung verloren. Einen Schub erfahren dagegen andere Finanzierungs-Alternativen wie die direkte  Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern an Unternehmen. Gelder von staatlichen Förderbanken stellen einen weiteren Finanzierungs-Weg dar, ebenso wie direkte Mitarbeiter-Beteiligungen, bei denen allerdings die steuerliche Komponente starke  Beachtung finden muss.

In diesem veränderten globalwirtschaftlichen und angespannten geopolitischen Umfeld positionieren sich die Finanzierungsformen Leasing und Factoring immer stärker. Dies auch, weil sie sich gegenseitig auf interessante Art und Weise ergänzen. Nach Angaben der entsprechenden deutschen Branchenverbände war das Wachstum von Leasing und Factoring auch im Jahr 2015 enorm. Während die Leasingbranche 59 Mrd. € in die deutsche Wirtschaft investiert hat, lag der Umsatz der Factoring-Dienstleister im Jahr 2015 bei 209 Mrd. €.

Noch haben diese  Finanzierungs-Alternativen ihr Potential nicht voll  erschlossen. Dies auch, weil die Herausforderungen von Industrie 4.0 auf der Finanzierungsseite als enorm gelten. Mit Leasing und Factoring gelingt es Unternehmen der Wirtschaft – vor allem des Mittelstanden – die für das Wachstum notwendige Liquidität zu schonen und für einen sicheren Cash-flow zu sorgen. Factoring garantiert auf der einen Seiten den laufenden Cashflow und sichert auf der anderen Seite den möglichen Ausfall von Forderungen ab.

Speziell für Unternehmen der IT-Branche gibt es im Leasing gezielte Finanzierungsangebote. So bieten zum Beispiel spezielle Leasingunternehmen wie IBM Global Financing und Sienens Financial Services interessante Leasing-Finanzkonzepte. Der Vorteil: Die beiden Anbieter können sich – wie auch andere Anbieter – als Hightech-Unternehmen sehr gut in die Gedankenwelt ihrer Kunden einlocken und den Finanzchefs dieser Unternehmen gute Ratschläge unterbreiten.

Dieser Beitrag erschien in stark gekürzter Form im Fachmagazin „TrendReport 02/2016“, der am 27. Juni dem „Handelsblatt“  beigelegt war.

 

Alpha Bulls

Mitten im Leben

Die versteckte Inflation

Die Menschheit sieht sich dem Druck der Hyper-Inflation ausgesetzt! Was – Sie glauben das nicht? „Du redest Quatsch“, sagt ein Kumpel, als ich offen diese These in die Welt setze.  Klar – Notenbanken sind aktuell verzweifelt. Stabilitätswächter hatten früher die  Inflation als klares „Feindbild“. Mario Draghi & Co bekämpfen heute nicht mehr die Verbraucherpreisinflation. Im Gegenteil:  Der volkwirtschaftliche  Feind ist die Disinflation oder Deflation. Aus Sicht der Notenbanken ist Deflation ein schlimmeres Übel als Inflation. Mit diesem Phänomen können EZB, Fed und andere Notenbanken nicht wirklich umgehen.

Kakteen

Vorsicht, Stacheln – die unsichtbare Inflation piekst! Foto: Udo Rettberg

Klar – ich habe  Mario Draghi bereits im April 2015 zum Kampf gegen  Deflation geraten: „Sir, geben Sie jedem EU-Bürger für zwei Jahre monatlich 5000 € als Geschenk. Versehen Sie das Geld mit einem Verfalldatum von 2 Jahren und beschränken Sie den Zweck des Geldes allein auf den Konsum. So kurbeln Sie die Wirtschaft an, bekämpfen die Disinflation / Deflation, bringen  die Inflation zurück ins Spiel an und gewinnen durch die Inflationierung der Schulden auch den Kampf gegen das Schuldenproblem. Und wenn Sie in der Folge wieder auf die Konjunkturbremse treten müssen, dann stehen Ihnen wieder bekannte  Steuerungsmechanismen zur Verfügung…….“ Na klar – Mario D. hat nicht geantwortet.

Vielleicht geht es Mario Draghi und Janet Yellen, seiner US-Kollegin, ja ähnlich und beide haben über die Zeit hinweg geheime Erkenntnisse gewonnen. So wie ich auch.  Haben beide längst bemerkt, dass sich die Inflation ganz heimlich still und leise  im Niemandsland versteckt hält. Diese Inflation taucht indes einfach nicht in den ökonomischen Statistiken auf, obwohl sie uns längst alle im Griff hat. Ich jedenfalls erhebe Anklage mit Blick auf die versteckte Inflation, die uns allen so übel mitspielt.

Meine Kritik richtet sich nicht gegen Notenbanker, sondern gegen die  Wirtschaft, Behörden und Ämter. Vielleicht hat sich Mario Draghis Sekretärin ja inzwischen auch längst beschwert. Denn wenn sie z.B. Flüge oder  Bahnfahrten für den großen Meister buchen oder einen Termin für die Wartung des Dienstwagens planen  muss, dann geht es ihr möglicherweise wie mir und vielen anderen Menschen. Dann gerät auch Marios Sekretärin möglicherweise in den Griff des Übels Inflation.

Das kann nicht sein, werden sie sagen. Doch das ist so – mit Sicherheit!, Wo – um Gottes willen, ist die Inflation gegenwärtig“, schüttelt ein befreundeter Banker ungläubig den  Kopf – so nach dem Motto: „Du hast keine Ahnung!“  Aber der Schuh der Inflation drückt – an vielen Stellen. Deutschland ist längst kein Dienstleistungsland mehr. Eigentlich sollte der Kunde König sein.  Ja, der Fokus liegt auf dem Wort „sollte“. Ich rate Dienstleistern – großen und kleinen –  Dienstleistung und Service ernst zu nehmen. Meine Forderung: „Leistet endlich Dienst am Kunden – es darf nicht umgekehrt sein.“

Hey, Ihr großen Dienstleister, die ihr gegenüber dem Kunden Dienste erbringen solltet  – Ihr habt die Situation völlig  falsch verstanden, Nicht der Kunde muss Euch gegenüber Dienstleistungen erbringen – es sollte anders herum sein. Ihr lasst Euch für eigentlich von Euch zu erbringende Dienstleistungen im so genannten Serviceland Deutschland bezahlen. Haben Sie, werte Leser, in jüngster Zeit mal versucht, eventuell bestehende Fragen von den großen Dienstleistern rasch geklärt zu bekommen oder zum Beispiel Buchungen vorzunehmen. Ich vermute, es ist Ihnen nicht immer leicht gefallen.  Und hier sind wir am Punkt. Denn exakt an dieser Stelle hat sich die Inflation versteckt, unter der ich jedenfalls wahnsinnig leide. In modernen Industrieländern trägt der Diensleistungssektor rund 75 % zum Bruttoinlandsprodukt bei

Dort, wo sich früher nette Damen und Herren von der Deutsche Lufthansa AG, von der Deutsche Bahn AG,  der Post, von Banken, von Behörden, von  Assekuranzfirmen  oder anderen unzähligen Dienstleistern um die Belange der Kunden kümmerten, werde ich – will ich was erreichen – inzwischen selbst zum Handeln gezwungen. Früher war ich in 15 Minuten am Telefon mit meiner Lufthansa-Buchung fertig – heute dauert es oft mehr als 30 Minuten, bis ich per Anruf durchkomme und meine Wünsche geäußert habe. Denn meine Geduld wird auf die Probe gestellt: „Bitte 1 wählen, wenn…. –  bitte 2 wählen, wenn …. – geben Sie jetzt die 25stellige Kundennummer ein …… – haben Sie sich etwa vertippt? – dann tippen Sie wieder auf die 1 wenn Sie …. – tippen Sie auf 2 wenn Sie ……Jetzt nehmen wir gerne die 25stellige Kunden- nummer noch einmal auf ……….. Ooooh Mann!

All das kostet Zeit, Nerven, Gesundheit …… und damit Geld. DAS ALSO IST INFLATION PUR. Aber zugegeben – vielleicht bin ich auch einfach nur zu alt oder zu dumm, modernen technologischen Anforderungen  zu genügen. Die Welt hat sich verändert: Früher waren Menschen für Menschen da – heute ist Technik für Menschen da – und funktioniert dann oftmal noch nicht einmal.

Diese Schilderungen betreffen einfache Fälle. Wenns dann in der Folge aber wirkliche Probleme gibt, dauert es Tage, Wochen, Monate – ja Jahre, weil niemand zu erreichen ist, der verantwortlich ist. Meine „Freunde“ vom Kölner „Airline-Nichtdienstleister“ sind hier Profis. Ja, ja – Carsten Spohr, CEO der Deutsche Lufthansa AG, weiß, wovon ich rede. Meine Initiative „Nie wieder Lufthansa läuft nach wie vor……………

Lufthansa, Bahn, Post & Co – sie alle wälzen Inflation aus ihrem Entstehungsbereich  auf ihre Kunden ab. Der Kunde ist mehr oder weniger  gezwungen, all das hinzunehmen. Für Kunden ist Zeit aber Geld – all das katapultiert die wahre Inflation der Menschen in ungeahnte Höhen. Wann kommt die Gegenbewegung? Wann entdeckt der erste Dienstleister das neue/alte „Geschäftsmodell Service“? Irgendjemand wird begreifen, dass die Rückkehr zum Dienstleistungs-Standort Deutschland eine  Marketing-Waffe sein kann.                                                                                                     Udo Rettberg

Alpha Bulls

Europas Zerreißprobe – Wohin mit dem Geld?

Grenzen im Kopf

Bomben in Brüssel – Attentate in Karachi – Anschläge in Istanbul und Bursa. Fast täglich wird die Menschheit mit solchen oder ähnlichen Horror-Nachrichten konfrontiert. Die explosive Situation in der Welt zwingt Menschen zum Nachdenken. Eine häufig gestellte Frage dreht sich dabei auch um die finanzielle Sicherheit. Ist Geld, ist das Ersparte der Bürger heute noch sicher? Und wenn ja, wo sind die Penunzen am sichersten?                Udo Rettberg, Frankfurt

NYSE

New York Stock Exchange (NYSE) – Symbol der Freiheit und der Demokratie // Foto: Udo Rettberg

Europa – daran kann es keinerlei Zweifel geben – befindet sich in einer tiefen Krise. Die europäische Idee, die in den Köpfen der Menschen als Idealziel bis hin zum Gebilde der „Vereinigten Staaten von Europa“ führte, existiert in dieser Form nicht mehr. Das bis dato recht sicher auf dem Meer der Weltpolitik segelnde „Schiff Europa“ hat inzwischen Schlagseite. „Demokratie und Marktwirtschaft werden bei vielen Betrachtern inzwischen als Relikte vergangener Zeiten gewertet“, reflektiert Markus Ross von der Ceros GmbH, einem Frankfurter Finanzdienstleister und dem deutschen Spezialist für US-Brokerkonten, seine eigenen Beobachtungen. Wohlstand, Freiheit und Frieden als Grundlage des eigenen Wohlergehens sind in Gefahr. Dies unter anderem auch deshalb, weil Europa unter anderem von Flüchtlingsströmen überzogen wird und kontroverse Debatten über die Zukunft des Kontinents eingesetzt haben.

Von den einstigen gemeinsamen Überzeugungen einer demokratischen Staatengemeinschaft wird bereits Abschied genommen, wie nicht zuletzt die Grexit- und Brexit-Debatten gezeigt haben. Noch setzt der zerrissene Kontinent auf die vermeintliche Stärke Deutschlands. Doch der einstige Zahlmeister hat selbst riesige Probleme, wie sich nicht zuletzt am Rechtsruck bei den jüngsten Kommunalwahlen gezeigt hat. Die Risiken für die gemeinsame europäische Währung nehmen zu, weil der innere Frieden des Kontinents gefährdet ist. In einer Zeit, in der Regierungen und Notenbanken dem Wirtschaftsfaktor Geld und Kapital keinen Respekt mehr erweisen, weil der Preis des Geldes – also der Zins – für den Euro bei Null oder sogar im Minusbereich liegt, drängen sich für Bürger und Sparer zahlreiche Fragen auf. Wo und was ist der sichere Platz für das Ersparte? Wohin also mit Geld, Kapital und Wohlstand?

New York

If I can make it there … New York, New York — Foto: Udo Rettberg

Im Zeitalter des grenzenlosen Egoismus‘ stehen die Globalisierung und deren positive Auswirkungen auf der Kippe. Wenn sich jedes Land plötzlich wieder selbst das Nächste ist, wenn Solidarität plötzlich nicht mehr zählt, wenn die Schuldenberge einzelner Länder einzustürzen drohen und der Abwertungs-Wettlauf als Mittel der Wirtschaftspolitik an Fahrt gewinnt und gemeinschaftliches ökonomisches und ökologisches Handeln von Egomanie abgelöst wird, muss auch bei den einzelnen Menschen umgedacht werden. Wenn Abschottung und Protektionismus in der Welt Einzug halten werden, drohen viele über die Jahrzehnte hinweg aufgebaute politische und ökonomische Strukturen einzubrechen. Dann besteht – zunächst zumindest im Kopf der Politiker – das Risiko des neuerlichen Einziehens von Grenzen. Und dann droht die Gefahr, dass der Kampf gegen den Nächsten an Härte gewinnt.

Kapital ist bekanntlich

scheu wie ein Reh

Kapital ist bekanntlich scheu wie ein Reh. Demgemäß wird Kapital in einem solchen Umfeld der Anspannung den sicheren Weg, den Weg in die Freiheit suchen. Demokratie wird wieder zu einer Messlatte für menschliche Qualität. Viele Wohlhabende haben ihr Vermögen in der Vergangenheit ins Ausland gebracht, wobei nicht immer nur steuerliche Erwägungen eine entscheidende Rolle spielten. Ein Bankkonto auf den Bahamas, in Singapur, in der Schweiz oder in Liechtenstein galt auch bei steuer-ehrlichen Sparern über viele Jahre hinweg als attraktive und sichere Alternative. Im zerrissenen globalen Machtgefüge gelten diese Länder jedoch inzwischen allgemein als politisch fragil – nicht zuletzt wegen ihrer geringen militärischen Bedeutung.

Kein Wunder also, dass viele Deutsche über die Eröffnung von Bankkonten und Wertpapierdepots in Nordamerika – in den USA und Kanada – nachdenken. Als Mutterland des Kapitals setzen immer mehr Menschen vor allem auf die USA. Dies auch unter Währungsaspekten; denn der Dollar gilt allgemein als „die“ Währung schlechthin. Sie wird weltweit akzeptiert und genießt – eben wegen der Dominanz der USA – einen guten Ruf. Dies auch, weil der Euro wegen der brüchigen Stellen im Europa-Gebilde auf der anderen Seite schwächelt. Während der vergangenen sieben Jahre hat der Euro seinen einstigen Status als Reserverwährung eingebüßt. Gegenüber dem „Greenback“ hat die europäische Einheitswährung seither mehr als 30 Prozent seines Wertes eingebüßt.

Allerdings sind es nicht nur ökonomische, sondern nicht zuletzt auch geopolitische Einflüsse, die die Stärke des US-Dollars ausmachen. Die USA sind ungeachtet der Blüte Chinas noch imer die sowohl wirtschaftlich, politisch als auch militärisch stärkste Nation auf dem Globus. Zudem verfügen die USA als „the land of the free and the home of the brave“ über eine enorme Anziehungskraft für weltweit vagabundierendes Kapital. „Das vielfältige Leben auf dem Planeten Erde wird zudem von amerikanischen Einflüssen dominiert, auch wenn sich die derzeit geführten Religionskriege nicht zuletzt gegen die USA und das dortige Leben richten“, erklärt Markus Ross. Der Dollar hat seinem Namen als Fluchtwährung in den vergangenen Jahren alle Ehre gemacht. Aber es sind wohl vor allem die geopolitischen Einflüsse, die die US-Valuta trotz der nicht gerade rosigen volkswirtschaftlichen Basisdaten (hier sei vor allem auf die hohe Verschuldung des Staates, der Kommunen und anderer Einrichtungen der öffentlichen Hand erinnert) für Kapitalanleger so interessant macht.

Ein wichtiges Kriterium für Kapitalanleger und Sparer ist die Sicherheit von Kapitaleinlagen bei Banken. Deutschland hat die Einlagensicherung im Juli 2015 gesetzlich neu geordnet. Die Einleger aller Kreditinstitute – einschließlich der Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken – haben damit gesetzlichen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von bis zu 100.000 Euro, wenn ein Finanzinstitut nicht mehr in der Lage ist, Einlagen auszuzahlen. Dieser Anspruch schließt – anders als zuvor – auch Konten ein, die auf die Währung eines Staates außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums lauten, wie zum Beispiel den US-Dollar. Darüber hinaus ist in besonderen Fällen für sechs Monate ab Gutschrift ein Betrag von bis zu 500.000 Euro geschützt, wenn dieser zum Beispiel aus dem Verkauf einer privat genutzten Immobilie stammt oder an bestimmte Lebensereignisse (Heirat, Scheidung, Renteneintritt, Kündigung) eines Einlegers geknüpft ist.

Deutsche Bank AG

Die Spareinlagen der Deutschen erreichen mehr als zwei Billionen Dollar. Künftig sollen sie als Pfand der europäischen Einlagensicherung eingesetzt werden können — Foto: Udo Rettberg

Sind also Bank- und Wertpapierkonten bei amerikanischen Finanzinstituten interessanter als in Deutschland? Diese wichtige Frage hat neue Nahrung erhalten, nachdem sich Bundesfinanzminister Schäuble ungeachtet des Chaos in Europa kürzlich als Befürworter der gemeinsamen europäischen Einlagenversicherung geoutet hat. Konkret heißt das: EU-Banken würden im Fall aller Fälle – beim „big bang“ also – jene 2000 Milliarden Euro als Pfand zur Verfügung stehen, die deutsche Anleger auf ihren Sparkonten oder Geldmarktkonten angesammelt haben. In Europa laufen Vorbereitungen zum Aufbau des sogenannten „European Deposit Insurance Scheme (EDIS)“, das Politikern zufolge im Zeitraum von 2017 bis 2024 aufgebaut werden soll.

Diese Art von Solidarität – oder besser gesagt von „Vergemeinschaftung“ – würde deutsche Sparer hart treffen; denn sie würden hierdurch doppelt bestraft werden. Über Dekaden hinweg hatte die Politik gerade am mit „lautem Brimborium“ gefeierten Weltspartag die Sparbereitschaft der Deutschen als eine der großen und bemerkenswerten Charakter-Eigenschaften der Menschen in diesem Lande über alle Maßen gelobt. Davon ist vor allem auch deshalb nichts mehr geblieben, weil die Europäische Zentralbank (EZB) als „Handlanger der EU-Regierungen“ den Preis für Geld – also den Zins – unter die Null-Linie getrieben hat. Konkret heißt das: Wer heute sparen will, legt also Geld drauf.

Bank und Kunde müssen
zueinander passen

Für Kapitalanleger stellt sich darüber hinaus die Frage, welches  Finanzinstitut das für ihn geeignet ist. Die großen bekannten Namen erscheinen dabei nur auf den ersten Blick interessant. Tatsächlich haben sich Finanzhäuser wie Deutsche Bank und Goldman Sachs in den vergangenen Dekaden nicht gerade als verlässlich erwiesen, als es darum ging, den Anforderungen von „Normalanlegern“ und „Kleinsparern“ zu erfüllen. Die Großmannsucht der Deutsche Bank ist dem deutschen Sparer noch sehr wohl bewusst, als das Bankhaus vor Jahren ganz klar das Ziel ausgab, als „global player“ vor allem auf die großen Vermögen zu zielen.

Das Ende vom Lied: Das Scheitern dieser Träume endete dann im Erwerb der Postbank mit ihren unzähligen kleineren Kunden. Und seit kurzem backt mit Goldman Sachs auch einer der ganz großen der Branche wieder kleinere Brötchen. Das Geldhaus für die Reichen und Mächtigen will auch wieder Ansprechpartner für „John Smith“ – also für den Durchschnitts-Amerikaner – sein. Wir erinnern uns: Mitte 2011 hatte Goldman Sachs erklärt, sich aus dem Geschäft mit dem „einfachen Privatkunden“ zurückzuziehen. So rasch ändern sich die Zeiten.

Das aber hat nicht unbedingt etwas mit der Frage Europa oder USA zu tun. „Kein Zweifel –  Bank- und Wertpapierkonten in den USA gelten als sicher und sind vergleichsweise einfach zu eröffnen“, sagt Markus Ross von Ceros. „Wir eröffnen als Spezialist für US-Depots seit über 25 Jahren für unsere Kunden Depotkonten in den USA.“ Er verweist in diesem Kontext auf die Absicherung der Konten durch die SIPC (Securities Investor Protection Corporation), über die Depots bis zu einem Wert von 500.000 US-Dollar versichert sind. „Konten in den USA. sind einfach zu eröffnen, legal, transparent und kostengünstig, Konten in den USA sind eine kostenlose Risikoabsicherung hinsichtlich der Depotstellenrisiken“

Fazit: Interesssant sei ein solcher Schritt auch wegen der Dominanz der USA als Land mit dem erfolgreichsten Börsen- und Kapitalmarktsystem der Welt.  „Die USA haben sich in den vergangenen Dekaden als Nukleus bei der Entwicklung neuer Börsen und Kapitalmarkt-Ideen erwiesen“, weist Ross zum Beispiel auf den Siegeszug von Finanzderivaten und die unzähligen Fintech-Initiativen hin. Nicht zu unterschätzen ist der folgende Fakt: Den USA ist es in den vergangenen Jahren wesentlich besser als zum Beispiel den Europäern gelungen, die Nachwehen der Finanzkrise aus den Jahren 2007 und 2008 abzufedern und das dortige Banken- und Börsensystem wieder auf solide Beine zu stellen.

 

Dieser Beitrag ist in gekürzter Form am 6. April als Advertorial bereits bei Focus.de erschienen .

EventReports

USA: Der IQ-Test im Wahlkampfjahr 

Die Wohlfühl-Ökonomie

Von JONAS DOWEN

Das Jahr 2016 stellt keine Ausnahme dar. So wie in diesem Jahr, so war es auch während der vergangenen beiden Dekaden. Immer in den Monaten März und April – wenn nicht nur das Wetter, sondern auch die Stimmung in Deutschland kühl und grau ist, wenn der menschliche Körper dringend Vitamin-D-Stöße der Sonne benötigt – zieht es mich nach Florida.  Ein Ziel ist dabei die Institutional Investment Conference des US-Finanzhauses Raymond James in Orlando.  Allein mit der Sonne und der Wärme steigt der Wohlfühl-Faktor.

Flamingos

“Cause paradise is where I‘ll be – pretty flamingo.”                                                                                                                                                      Foto: Udo Rettberg

Während die Welt in weiten Teilen erbebt, Menschen gegenseitigen Respekt vermissen lassen, in vielen Krisengebieten Europas sowie des Nahen und Mittleren Ostens Bomben fallen und Menschenleben ausgelöscht werden, sind die USA fast so etwas wie eine Insel der Glückseligkeit. Klar, auch hier ist beileibe nicht alles in Ordnung – gerade im Wahlkampf zeigen sich erhebliche  Gegensätze. Aber hier im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist noch ein wenig mehr von jener Freiheit zu erkennen, auf deren Welle sich die Menschheit in den vergangenen sieben Dekaden nicht nur ökonomisch nach oben gearbeitet hat, sondern auch ein humanistischeres Antlitz zeigte.

Der Pessimismus verschwindet, vorübergehend jedenfall – Und wie eigentlich immer während der vergangenen Jahre, so ist mein tiefer Pessimismus auch in diesem Jahr zwar nicht völlig verschwunden, aber immerhin wird meine Stimmung wieder stärker von Hoffnung geprägt. Noch schwebe ich zwischen Unsicherheit, Furcht, Pessimismus und eben dieser Hoffnung. Noch kann ich mich der in Deutschland von bestimmter Seite geäußerten These des „Wir schaffen das“ nicht wirklich anschließen. Und ich meine das nicht nur mit Blick auf die Völkerwanderung in Europa. In dieser Hinsicht bleibe ich bei meiner Meinung, dass wir das Chaos nicht wirklich in den Griff bekommen werden. So völlig unorganisiert und desorientiert wie es zuletzt versucht wurde, ist diese Aufgabe nicht zu bewältigen.

Flüchtlingskrisen muss vor Ort gelöst werden –  Nach wie vor bin ich felsenfest davon überzeugt, dass Krisen allgemein am besten in ihrer  frühen  Entstehung zu verhindern und während der weiteren Entwicklung dann mit klaren Entscheidungen zu lösen sind.  Aber all das setzt voraus, dass Regierungen frühzeitig tiefgreifend  analysieren und danach auch entsprechend konsequent handeln. Und dass setzt zudem voraus, dass die Regierungen der großen Nationen unter dem Dach der UN gemeinssame Lösungen suchen und finden. Ich sitze also hier in Florida und denke darüber nach, wie sehr mir das dümmliche und egoistische Geschwätz einiger  Politiker in den Krisenregionen auf die Nerven geht.  Sowohl Verstand und Intelligenz als auch Menschlichkeit sehen  wirklich anders aus.

Die Dummheit hat nicht nur einen Namen – Und dann richtet sich mein Blick in der Hotelhalle auf den riesigen Fernseher, wo Donald Trump gerade wieder einmal  ins Rampenlicht gerückt wird. „Die Dummheit wird wieder gut in Szene gesetzt – alles nur Show“, sagt ein New Yorker Banker mit dem ich ins Gespräch komme. Er murmelt danach jene Worte, die ich in den vergangenen Dekaden so oft gehört habe: „There is no business like show business.“  Ich schmunzle und wiederhole mit Blick auf die nicht gerade seltenen wirtschaftlichen Misserfolge des Donald Trump die These: „The business of America is business“.  Wir kommen ins Gespräch. Schließlich stimmt er mir zu: „Ja, ich glaube Du liegst richtig mit der These, dass die kommende Wahl wirklich zu einem IQ-Test für die Amerikaner werden dürfte.“ Egal, durch wen die Spitzenposition im Weißen Haus künftig besetzt werde, auch bei dieser Wahl stehe der Faktor Macht und damit Geld eindeutig im Fokus, so mein Gesprächspartner. Wir werden sehen….

Der Glaube ist unwichtig – Das Wissen ist wichtig – Unsere Diskussion geht weiter – und wir stimmen in vielen Fragen überein. Etwas Unergründliches sei mit der Menschheit in den vergangenen zehn Jahren geschehen, sagt er. Wieder kommt Wut auf die politischen Instanzen in der Welt in mir hoch. Ich muss erneut an meine jüngsten Besuche bei der UN in New York und in Genf denken – und wieder verstehe ich die Welt nicht. Auch heute will mir zum Beispiel wiederum nicht wirklich einleuchten, warum Menschen in  Glaubensfragen keinen gemeinsamen Weg finden. So wie ich die mir bekannten Weltreligionen verstehe, in allen Glaubensrichtungen sind Respekt, Achtung  und Liebe in allen Glaubensrichtungen wichtige Kernpunkte.

Egal ob Gott, Allah, Buddha, Jehovah oder wie auch immer  – Bezeichnungen für das Allmächtige sind nur Schall und Rauch. Wenn die Menschheit begreift, dass der Name für das Allmächtige mehr oder weniger unwichtig ist, sind wir ein gutes Stück vorangekommen. Es kommt halt nicht auf den Namen an, sondern vor allem auch auf die Ausgestaltung des Allumfassenden. „Lass uns bitte in Kontakt bleiben“, bittet mein Gegenüber, der einen wichtigen Termin einhalten muss.

Weitere Kursschwächen bei Ölaktien zum Einstieg nutzen – Am nächsten Tag habe ich dann Gelegenheit, meinen ökonomischen Pessimismus abzulegen. „Wir erwarten keine Rezession in den USA“, sagt Scott Brown, Chefökonom  von Raymond James im Rahmen eines Roundtable-Gesprächs, an dem auch andere Analysten des Finanzhauses teilnehmen. Der US-Arbeitsmarkt sei stark, auch wenn damit zu rechnen sei, dass es  zu einer leichten Abflachung kommen werde. Aber der Anstieg in der Zahl der neuen Arbeitsplätze werde sich verlangsamen. „Das aber vor allem aufgrund der Tatsache, dass es nicht genügend Leute gibt, die angestellt werden können“, so Brown. Und Marshall Adkins, Energie-Analyst des für sein exzellentes Research bekannten US-Finanzhauses, überrascht die Zuhörer dann mit einer in meine Prognose-Richtung gehenden These: „Wir sind für das zweite Halbjahr 2016 und auch für 2017 positiv für den Ölpreis gestimmt.“

Das Problem der Analyse von Scott Brown. Der RJ-Ökonomen hat sich bei seiner Konjunktur-Prognose fast ausschließlich auf die Lage in der US-Wirtschaft gestützt und vor allem heimische Daten einbezogen. Wer jedoch die Entwicklung in Europa mit dem „Verzweiflungsschritt“ der EZB einbezieht, die Ermüdung in Chinas Volkswirtschaft mit der Folge drastischer Entlassungen sowie  das Flüchtlingsdrama im Südosten Europas und die angespannte Lage in Russland sowie in der Ukraine ins Kalkül zieht, kann ein Überschwappen der Unsicherheit auf die USA nicht wirklich ausschließen. Dies auch, weil während des derzeit verbal teilweise auch „streng-fäkal“ geführten Wahlkampfs bei den Verbrauchern und den Unternehmen hier in Übersee sehr viel Unsicherheit aufkommt.

Und last but not least könnten Störfeuer für die US-Volkswirtschaft auch von einigen ins Abseits taumelnden lateinamerikanischen Staaten (wie Brasilien) kommen. Und dass Mexiko nach den jüngsten Aussagen von Donald T. den USA nicht gerade wohlgesonnen ist, sei nur am Rande erwähnt. Zudem sind die erhofften Impulse im amerikanisch-kubanischen Geschäft nach der zuletzt beschlossenen Annäherung bisher ausgeblieben. Möglicherweise werden die Initiativen von Barack Obama auch torpediert, nachdem die republikanischen Präsidentschaftskandidaten bei ihren jüngsten TV-Debatten mehrere „verbale Schüsse“ sowohl in Richtung Washington als auch Havanna abfeuerten. Aber inzwischen haben einige Tourismusgesellschaften (Marriott, Starwood, Carnival) angekündigt, auf Kuba aktiv werden zu wollen.


Globale Asset Allocation

Aktien                       – 40 %
Anleihen *                 — 00 %
Bargeld/Liquidität         — 30 %
Gold/Silber/Platinmetalle — 30 %
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* Der hier empfohlene Anteil gilt für Neu-Engagements. Auch wer seit Jahren Festverzinsliche mit hohen Renditen  im Depot hat, sollte über eine Reduzierung der Position nachdenken. Zwar ist vorerst nicht mit einem Zinsanstieg zu rechnen, so dass Kursverluste von  Anleihen-Investments überschaubar sind. Vor dem Hintergrunder der Null-Renditen sind Festverzinsliche jedoch allgemein wenig interessant. Erst bei einem Anstieg der Bondrenditen von AAA-Schuldner  über dier Marke von 4 % erscheint ein erster Aufbau von Bond-Investments in Depots wieder sinnvoll. Das aber dürfte viele Jahre dauern
  1. A) Diese Liste enthält keine Angaben über eine empfohlene Immobilien-Quote oder über Alternativ-Investments wie Private Equity, Hedge Funds, Farmland. Forstland, Kunst etc. Sie beschränkt sich vielmehr auf liquide Assets, die börsenttglich  an den Wertpapierbörsen und Terminbörsen ge- unf verkauft werden können.
  2. B) Es empfiehlt sich grundsätzlich, Derivate wie Optionen oder Futures zur Absicherung bestehender Kurs- und Preisrsiken von Aktien und anderen Vermögenswerte einzusetzen.