GOTTFRIED HELLER – Der einfache Weg zum Wohlstand

GOTTFRIED HELLER – Der einfache Weg zum Wohlstand 2017-04-12T21:17:12+00:00

GOTTFRIED HELLER – Der einfache Weg zum Wohlstand
Umdenken und handeln, statt stillhalten und dabei dann auf bessere Zeiten hoffen – so lautet das in diesem Buch dargelegte Credo von Anlageexperte Gottfried Heller. Wer Heller kennt, der weiß, dass der erfahrene Fachmann diese Ausssage nicht nur auf das Thema Ökonomie beschränkt. Ich bin sicher: der „alte“ Weggefährte Gott- fried Heller weiß, dass ein Umdenken vor dem Hintergrund des in Richtung Krieg driftenden politischen Wahnsinns in der Welt heute auch aus globalpolitischer Sicht notwendig ist – und zwar dringend. – UDO RETTBERG

Gottfried Heller

Wer, wenn nicht der jahrzehntelange Partner der Börsenlegende Andre Kostolany wäre wohl besser geeignet, Empfehlungen für das Anlegerverhalten in unsicheren und volati- len Zeiten abzugeben. Wenn es um das optimale Verhalten der Investoren rund um das spannende Thema Geld und Vermögen geht, dann ist Gottfried Heller der geeignete Rat- geber. Denn der Experte weiß, wovon er spricht. Der drahtige 80jährige hat klare Denkansätze und erfolgsversprechend er- scheinende Lösungsansätze. Gerade in die- ser Zeit der fragwürdigen und aus meiner Sicht unsinnigen Fiskal- und Geldpolitik der westlichen Industrieländer ist guter Rat teuer. Sicher ist aber auch: Ohne wirklich guten Rat und die daraus folgende entsprechende Umsetzung von Empfehlungen fressen In- flation, Steuern und Gebühren die Erträge der Investoren auf. Hier ist Wachsamkeit angesagt. Was bei der Kapitalanlage genau zu tun, zu beachten, zu bedenken und zu unterlassen ist, hat der erfolgreiche und re- nommierte Vermögensverwalter in diesem Buch festgehalten.

Der einfache Weg zum Wohlstand

Persönliche Widmung von Gottfried Heller in seinem Buch „Der einfache Weg zum Wohlstand“. Foto: Udo Rettberg

Das Werk richtet sich auch in der 5. aktuali- sierten (ISBN – Print: 978-3-89879-842.6) Auflage über 336 Seiten hinweg in erster Linie an die vielen Privatanleger, die mit ihrem mehr oder minder großen Sparvermögen weiterkommen wollen – und mit Blick auf die fragile Altersversorgung auch weiterdenken müssen. Das Anliegen des Autors ist es, In- vestoren davor zu bewahren, hart verdien- tes Geld durch falsches Sparverhalten aufs Spiel zu setzen – oder gar zu verschenken. Jeder Anleger kann es – so Hellers These – mit einfachen Mitteln und Methoden selbst schaffen, ein stattliches Vermögen aufzu- bauen. Das Prinzip der „ruhigen Hand“ – so nennt Heller seine methodischen Ansätze der Geldanlage – setzt auf konsequent durch- dachte, langfristige Strategien statt auf hek- tischen Aktionismus.
Heller zeigt genau, wie unterschiedlich die Anlagestrukturen je nach Risikoneigung, Alter und Lebenssituation ausfallen sollten. Dabei gibt er viele konkrete Hinweise, die auf einfache Art und Weise umgesetzt wer- den können. Hellers Buch – das wird wohl niemanden überraschen – ist nicht nur ein le- senswertes Kompendium an Finanz-Fachwissen, sondern auch der Wirtschafts- und Börsenhistorie. Es ist darüber hinaus für Anleger ein „Muss“. Der Autor zeigt seine eigene Sicht der Dinge in dieser hektischen und unübersehbaren Zeit gekonnt auf. Man erkennt beim Lesen des Werkes jene Er- fahrung, die Dinge auf den Punkt zu bringen. Wenn er sagt, dass die meisten Deutschen in ihrer Anlagestrategie dem Instrument Anleihe den Vorzug vor Aktien geben, trifft er exakt den Punkt.

Gottfried Heller
Vita eines Experten
Gottfried Heller, geboren am 4. Februar 1935, teilt mit dem ehemaligen Bundeskanzler Ludwig Erhard – dem Vater der „sozialen Marktwirtchaft“ – nicht nur den Geburtstag, sondern auch sein Credo. Er begann im Jahr 1971 als Mitbegründer der unabhängigen Vermögensverwaltung FIDUKA – zusammen mit der ungarischen Börsenlegende André Kostolany – seine erfolgreiche Karriere als Vermögensverwalter und Fondsmanager.
Im Jahr 1974 startete der gebürtige Schwabe Heller die »Kostolany Börsenseminare «, die ersten ihrer Art in Deutschland. Zuvor war er nach Abschluss eines Ingenieurstudiums zehn Jahre als Unternehmensberater in Deutschland und in den USA tätig.
In seinem früheren Buch »Die Wohlstandsrevolution« (1992) hat er frühzeitig den wirtschaftlichen Aufstieg der Schwellenländer und deren wachsenden Wohlstand vorhergesagt. Seit über 15 Jahren ist Gottfried Heller Finanzkolumnist für »Die Welt« und »Börse Online«. Er gilt heute als einer der besten Kenner der internationalen Finanzmärkte. Im Jahr 2007 wurde Gottfried Heller er vom »Elite Report« als einer der »erfahrensten Vermögensverwalter« mit der Goldenen Pyramide ausgezeichnet.
Gleichzeitig zitiert Gottfried Heller in diesem Kontext wieder Andre Kostolany, der dieses Anlegerverhalten in den vergangenen Deka- den immer wieder heftig kritisiert hat: Und zwar mit den Worten: „Mit einem solchen Sicherheitsdenken bringen sich Anleger um beträchtliche Vermögenszuwächse.“ Inzwi- schen wurde all dies bestätigt; denn in den vergangenen Jahren sind längst Staatsanlei- hen und nicht mehr Aktien zu Risikopapieren geworden.

DIE GESCHICHTE DES HANDKUSSES
Gottfried Heller kenne ich nun seit rund 30 Jahren. Seinen einstigen Geschäftspartner André Kostolany habe ich erstmals vor 33 Jahren auf dem Parkett der Rheinisch-Westfälischen Börse zu Düsseldorf getroffen. Nur wenige Wochen später traf ich mich mit Kostolany in Frankfurt im Steigenberger Hotel Frankfurter Hof zum Abendessen. „Junger Freund“, war die Anrede, die er an diesem Abend zum ersten Mal und in den Jahren danach – gepaart mit guten Ratschlägen – immer wieder an mich richtete.
Mit den Anlageprofis Kostolany und Heller stand ich über Jahre hinweg mehr oder weniger regelmäßig in telefonischem Kontakt. Bei zahlreichen Börsen-Veranstaltungen gab es imner wieder Gelegenheit zu persönlichen Treffen. Zudem habe ich mich mit Gottfried Heller einige Male in seinem Münchner Büro getroffen. Vor etwa sieben Jahren rief dieser mich an meinem Arbeitsplatz an, um mir zu einem Kommentar zu gratulieren, den ich in einer deutschen Wirtschaftszeitung veröffentlicht hatte. Er fand es großartig, dass ich dabei expressis verbis den Niedergang der Demokratie und der Marktwirtschaft und den viel zu großen Staatseinfluss in Deutschland und anderen Industrieländern beklagt hatte.
Im Rahmen einer Feier der Bayerischen Börse in München saßen wir wenige Wochen später beim Abendessen nebeneinander und nutzten die sich bietende Gelegenheit, die aktuelle politische und wirtschaftliche Lage zu diskutieren und zu beurteilen. Vieles, vor dem wir damals und später gemeinsam gewarnt hatten, ist bis heute politische und wirtschaftliche Realität geworden – leider. Heller ist in einer seiner sympathischen Art offen und herzlich. An diesem Abend in München zeigt er sich als Kavalier, denn er begrüßt die heutige Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit gekonntem Handkuss. Ich sah mich in der Folge veranlasst, mich dieser galanten Geste Hellers anzuschließen.

Udo Rettberg – Frankfurt im Oktober 2015